über mich

Du kannst die ganze Welt besuchen
oder zu Hause bleiben
und überall verloren gehen, außer
dein Herz bricht auf.

Herzlich willkommen bei kunstundunrat.de

Wenn du magst, lege eine Pause ein,
um zwischen Worten und Bildern zu verweilen
und Seelenproviant aufzufüllen.

Schreiben

Seit meiner frühen Jugend schreibe ich,
bevorzuge Lyrik.

Mein Handwerkszeug erlernte ich bei Dr. phil. Monika Hähnel in der Chemnitzer Schreibwerkstatt. Dass man auf Knopfdruck schreiben kann, hätte ich ohne sie nie erkannt. Ich würde wohl heute noch auf die Muse warten. Aber manchmal muss man die Muse eben einfach selber küssen!

Gleich im ersten Kurs sollten wir ein schlechtes Gedicht schreiben und es dann vor der Gruppe theatralisch vortragen. Gern hätte ich mir eine Tarnkappe besorgt und sie gleich bis zu unserer ersten gemeinsamen Lesung getragen – ich schämte mich so für mein Geschriebenes und konnte überhaupt nicht zu mir stehen. Noch für mein erstes Buch brauchte es Monika`s Anregung. Sie gab mir von ihrem großen Selbstvertrauen einige Prisen gratis – mein dringend benötigtes Startkapital. Ich zahlte es ihr zurück, indem sie miterleben konnte, wie ihre Saat aufging.

Nach einem Sommerurlaub kam ich in ihr Büro an der Uni. Sie legte sehr ernsthaft meine Texte auf dem Fußboden aus. Ich hatte das Gefühl, ihre Zeit zu stehlen. Aber es mobilisierte mich. Mit Eifer schrieb ich weiter, sichtete und sortierte. Eleonore Sommerschuh unterstützte mich mit ihren intuitiven Grafiken und fand auch gleich den passenden Verlag für uns. Birgit Eichler (Mironde Verlag) nahm unsere Zuarbeit entgegen und entwickelte ein Kunstbuch. „41“ erschien in limitierter Auflage von 100 Exemplaren und war überraschend schnell verkauft und vergriffen.

Fotografieren

Die Grundbegriffe des Fotografierens lernte ich auf sehr spannende Art und Weise bei Herrn Gerd Zschage von Foto Herbst kennen.
Eigentlich hatte ich nur eine Automatikkamera bei ihm kaufen wollen, er aber hatte bei mir ein fotografisches Auge diagnostiziert und mich mit einer gebrauchten Praktika losgeschickt. Dann wurde entwickelt und gesichtet – monatelang.

Mein Unterricht in seinem Laden – einfach nur köstlich. Mit klugem Humor (außer mittags, da war die Laune oft etwas im Keller, vielleicht weil Herr Zschage unterzuckert war, weshalb ich lieber vor- oder nachmittags kam) gab er sein umfangreiches Fachwissen großzügig an mich weiter, immer gespickt mit lebensweisen Sprüchen.

Zschage_Belichtungszeiten_kunstundunrat.de

„Bei einer Belichtungszeit von 1/500s, Frau Albrecht, sind zwei Sonnen am Himmel“ (Gerd Zschage erteilt mir meine allererste Unterrichtseinheit)

Ich lernte Gesetzmäßigkeiten und Grenzen kennen „Frau Albrecht, wenn das Licht überall gleich gut wäre, dann würde man für Model-Aufnahmen nicht extra in den Süden fliegen“, „Falscher Zeitpunkt, Frau Albrecht“ oder „Das können Sie so nicht darstellen“.

Mein Lehrer mit Sachverstand und glasklarer Ansage war kein Bäumchen, das mit mir im Wind hin- und herschwankte, sondern ein starker Baum, von dem ich mir abholen durfte, was ich für meinen Weg brauchte. Welch ein großes Glück, so etwas erlebt zu haben!

Viele Jahre später bekam ich, weil ich doch immer so schöne Fotos machen würde, den reizvollen Auftrag, für eine Kunstbroschüre meiner Heimatstadt Wolkenstein die Baudenkmale zu fotografieren. Ich hatte etwa ein Jahr Zeit und lagerte zu allen möglichen Tages- und Nachtzeiten mit Kamera, Stativ und anderem Zubehör in und um Wolkenstein, lernte auf der Suche nach dem richtigen Licht und dem passenden Vegetationsstand meine Stadt ganz neu kennen. Nun konnte ich all mein Wissen so richtig anwenden und bekam in der Fotobearbeitung und -ausrüstung zusätzlich Unterstützung von meinem befreundeten Fotografen Hendrik Jattke.

 

Weiter lernen

In einem Grundkurs für Seelsorgeausbildung fand ich während einer Gebetszeit zu einem inneren Frieden, wie ich ihn vorher nie erlebt hatte.

Ich bin wieder Schülerin. Diesmal lerne ich die menschliche Psyche näher kennen. Wieder mit guten Lehrern und solidem Handwerkszeug.

Dieser Weg entsteht noch. Aber er befruchtet mein Leben und meine Kunst schon jetzt.

Weitergeben

Weiterzugeben, was man empfangen hat, ist die beste Art, danke zu sagen.

Mehr dazu auf meiner anderen Internetseite
www.seelenfrieden-stiften.de