Jedermann in Wolkenstein

Kannst du das sehn und stehst wie Stein?
Wo bett ich heut die Kinder mein?

So lang einer im Glück ist
Der hat Freunde die Menge
Doch wenn ihm das Glück den Rücken kehrt
Dann verläuft sich das Gedränge

Ich (Werke) war ein Kelch der vor dir stand
Gefüllt vom Himmel bis an den Rand
Von Irdischem war darin kein Ding
Drum schien ich deinen Augen gering

(Textquelle: www.martinschlu.de)

Große Worte, großartig dargestellt in genialer Kulisse vor zahlreichem Publikum – so würde ich die gestrige Wolkensteiner Aufführung des Jedermann vom Ensemble des Eduard-von-Winterstein-Theaters Annaberg-Buchholz umschreiben.

Als wir ankamen, war der Hof ungewöhnlich gut gefüllt mit einem erwartungsvollen Publikum. Bereit für die Begegnung mit dem Tod mitten im Sommer und mitten in der Woche.

Selbst ein kräftiger Regenschauer während der Vorstellung konnte die Menge nicht zerstreuen – der Regen resignierte und zog ab.

Die Qualität der Darstellung ist mit der Quantität der Zuschauermenge belohnt worden.

Das Stück gibt jedermann zu denken. Diese Herausforderung konnte angenommen werden, weil die Schauspieler so meisterhaft das Gefühlsleben der Menschen nach außen kehren und darstellen können. So wird für jedermann sichtbar, was sich täglich so oder ähnlich im Verborgenen abspielt.

Der Zuschauer kann sich wiedererkennen und eigene Lebensprioritäten neu ordnen.
So kurz vor Schulbeginn in Sachsen ein Abend der Standortbestimmung, bevor der Alltag wieder die Sicht einengt.

Wolfram und Uta Liebing und viele andere Mitwirkende und Helfer sorgten für einen stimmigen Rahmen mit Herz.

Theater muss sein! Darin war man sich, glaube ich, gestern unausgesprochen einig.

Einladung zum Hofkonzert

Herzliche Einladung zum zweiten Lebenswerkstatt-Hofkonzert nach Mildenau

»Immer wieder wächst das Gras«
Annett Illig
Stellmäcke & Band

Samstag, 03.09.2016 · 19.30 Uhr
Lebenswerkstatthof
Mildenau, Wiesenweg 17

(Flyer Hofkonzert herunterladen »)

und zum ersten Hof-Kinderfest

»Das Leuteliederhaus«
Stellmäcke und Meikel Müller

Sonntag, 04.09.2016 · 10.30 Uhr
Lebenswerkstatthof
Mildenau, Wiesenweg 17

(Flyer Hof-Kinderfest herunterladen »)

Informationen und Karten: 0172 – 936 09 61
hendrik@lebenswerkstatthof.de

www.annett-illig.de
www.lebenswerkstatthof.de

Kulturempfehlung

Am Donnerstag, 4.8.2016, spielt das Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg-Buchholz um 20 Uhr im Schlosshof Wolkenstein den „Jedermann“.
Kartenreservierungen sind im Museum Schloss Wolkenstein möglich bzw. auch im Theater.

                          Jedermann

 

 

 

 

 

 

 

Kartenreservierungen:

Museum Schloss Wolkenstein
Uta Liebing
Tel. 037369-87123

Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg-Buchholz
Servicebüro – Buchholzer Str. 65
Montag bis Freitag 9 – 17 Uhr
Karten: Frau Baunach / Frau Voigt
Tel. 03733-1407-131

Mit allen Sinnen Sommernachtstraum

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Viola Felber, die Leiterin des Stadtteiltreffs Wittgensdorf,
zelebrierte einen sonnigen Abend lang den Sommer.

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Ich durfte meine erste Lesung unter freiem Himmel halten, begleitet von Ben Albrecht, meinem Sohn. Außerdem wurde unsere Ausstellung „Barfuß fühlen“ damit eröffnet, unser Familienprojekt. Die gezeigten Bilder stammen aus unserem gleichnamigen Kalender mit Texten von mir, Blütenmotiven meiner Mutter Heidemarie Schmidt und der Übersetzung ins Norwegische durch meinen Sohn Ben gemeinsam mit den Norwegerinnen Siri Teige und Bente Egre.

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Meine Mutter, die heute Geburtstag hat, bekam Rosen und ein Lied, gesungen von Harald Meyer, geschenkt.

Anschließend startete ein interaktives Schauspiel frei nach dem Sommernachtstraum von Shakespeare.

Alle hatten wir sehr viel Spaß dabei.

Violas Anliegen, sich bedingungslos zum Leben zu stellen,
Leichtigkeit zu suchen fernab allen Perfektionismusstrebens,
zu lieben, was ist und einfach zu leben mit einem dankbaren Lächeln und mit etwas unkaputtbarem:
einer unbändigen Lebensfreude – dieses (Über-) Lebensrezept durften wir kosten.

Außerdem unter freiem Himmel in der Abendsonne leuchtend: am Klavier die bezaubernd spielende Rita Rappicka, begleitet von der wunderbaren Stimme von Harald Meyer (Sänger am Opernhaus Chemnitz), sowie sehr fleißig unterstützt vom Abendgezwitscher der Vögel in den Bäumen,
war es vielleicht doch nur ein Sommernachtstraum?