Blutbuche

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Text:   Tara Bräuer (13 Jahre alt)
Motiv: Heidemarie Schmidt

Majestätisch erhebt sich die Blutbuche über den Park. Sie hat ihre knochigen Arme im Laufe der Zeit in alle Richtungen ausgestreckt, als ob sie mir die Schönheit des Parks zeigen möchte. Wenn der Wind durch den Baum kriecht und sich die Blätter sanft wiegen, kommt der Farbwechsel besonders gut zur Geltung. Die unteren Blätter sind rot gefärbt. Nach oben hin werden sie immer heller und grüner.

Wenn eine Brise über die Wiese jagt, sieht es so aus, als ob sich die Blumen vor der Blutbuche verneigen. Dann raschelt es auch in der weiten Krone der Buche und die umliegenden Bäume stimmen mit in das Konzert ein. Es hört sich wunderschön an. Die Blutbuche sieht dann auch so aus, als würde sie einen Taktstock schwingen wie ein richtiger, echter Dirigent.

Wenn man die Buche von einer anderen Seite betrachtet, sieht sie aus wie eine Glocke. Der dicke Stamm sieht dabei aus wie der Schlegel. In dem Blätterrauschen kann ich das Glockengebimmel hören. Ding, dong. Ding, dong. Ganz leise ist es.

 

Ein Gedanke zu „Blutbuche

  1. Ich bin sehr beeindruckt von soviel Naturverbundenheit eines 13-jährigen Mädchens.
    Die Beobachtungsgabe in so ausdrucksvolle Worte zu fassen fasziniert mich und ich hoffe auf noch viele Fortsetzungen derart lyrischer Werke von Tara.
    Ich wünsche ihr dazu noch viele Inspirationen, die die Leser anregen, mehr in die Klänge der Natur „hineinzuhorchen“!

    Heidemarie Schmidt

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