Am Donnerstag, 4.8.2016, spielt das Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg-Buchholz um 20 Uhr im Schlosshof Wolkenstein den “Jedermann”.
Kartenreservierungen sind im Museum Schloss Wolkenstein möglich bzw. auch im Theater.
Kartenreservierungen:
Museum Schloss Wolkenstein
Uta Liebing Tel. 037369-87123
Viola Felber, die Leiterin des Stadtteiltreffs Wittgensdorf,
zelebrierte einen sonnigen Abend lang den Sommer.
Ich durfte meine erste Lesung unter freiem Himmel halten, begleitet von Ben Albrecht, meinem Sohn. Außerdem wurde unsere Ausstellung “Barfuß fühlen” damit eröffnet, unser Familienprojekt. Die gezeigten Bilder stammen aus unserem gleichnamigen Kalender mit Texten von mir, Blütenmotiven meiner Mutter Heidemarie Schmidt und der Übersetzung ins Norwegische durch meinen Sohn Ben gemeinsam mit den Norwegerinnen Siri Teige und Bente Egre.
Meine Mutter, die heute Geburtstag hat, bekam Rosen und ein Lied, gesungen von Harald Meyer, geschenkt.
Anschließend startete ein interaktives Schauspiel frei nach dem Sommernachtstraum von Shakespeare.
Alle hatten wir sehr viel Spaß dabei.
Violas Anliegen, sich bedingungslos zum Leben zu stellen,
Leichtigkeit zu suchen fernab allen Perfektionismusstrebens,
zu lieben, was ist und einfach zu leben mit einem dankbaren Lächeln und mit etwas unkaputtbarem:
einer unbändigen Lebensfreude – dieses (Über-) Lebensrezept durften wir kosten.
Außerdem unter freiem Himmel in der Abendsonne leuchtend: am Klavier die bezaubernd spielende Rita Rappicka, begleitet von der wunderbaren Stimme von Harald Meyer (Sänger am Opernhaus Chemnitz), sowie sehr fleißig unterstützt vom Abendgezwitscher der Vögel in den Bäumen,
war es vielleicht doch nur ein Sommernachtstraum?
Am 5. Juni 2016 fand im Kursaal Überlingen, direkt am Bodensee gelegen,
das Konzert “Sommerklänge” als Auftakt der Veranstaltungsreihe “Mittendrin” statt.
Mitwirkende:
Chöre des Albert Einstein Gymnasiums Böblingen
Gesangsklasse 6, Mittel- und Oberstufenchor, Eltern-Lehrer-Chor
Klavier: Oliver Dermann, schlagzeug: Nico Ellinger
Leitung: Simone Reißing-Szabó
Föhrenbühler Schulorchester
Veeh-Harfen-Ensemble, Bläser und Instrumentalgruppe
Leitung: Gabriele Maier
Glockenchor Hermannsberg und Lehenhof
Leitung: Renate Kopp und Thomas Mac Cormick
Ein spannendes Musikprojekt! 150 Kinder und Erwachsene, Menschen mit und ohne Behinderung musizierten gemeinsam, ergänzten und bereicherten sich und das Publikum mit ihrer Klangvielfalt.
Geballte Lebensfreude sprang von der Bühne in die Herzen der Zuschauer. Laut und fröhlich und oft wild wurde applaudiert nach jedem Lied, denn auch das Publikum war bunt durchmischt von Menschen mit und ohne Behinderung. Ich muss nicht erwähnen, wer dabei verklemmter reagierte. So suchten sich die großen Gefühle bei den Zuhörern ohne Behinderung oft andere Wege, kletterten als Tränen in die Augen.
Zeitlose Texte, wie “Leise zieht durch mein Gemüt”, “Kein schöner Land” wurden gekoppelt mit witzigen Elementen. “Kuckuck ruft´s aus dem Wald” bekam eine Rap-Einlage. Die Veeh-Harfen, der Glockenchor (jede Person war nur ein Ton, und keiner verpatzte seinen Einsatz), die ergreifenden Chorstimmen zogen wirklich alle Gemütsregister in uns. Teilweise standen 4 Dirigenten gleichzeitig auf der Bühne und führten die Mitwirkenden sicher durch das Stück.
Zu Gast am zauberhaften Bodensee, zu Gast bei Matthias Schubert, dem Veeh-Harfenspieler, der seinen 27. Geburtstag in dieser großen Kulisse zelebrierte, lauschten wir ergriffen. Ich weiß nicht, wie ich es würdig beschreiben soll.
Es hat mich und meinen Mann dankbar und still gemacht.
Das Leben ist kostbar, und es kann vieles ganz einfach sein.
Und manche Menschen kämpfen jeden Tag, um die kleinen Alltäglichkeiten verrichten zu können, andere brauchen permanent Hilfe.
Und wieder andere Menschen sind gesund und merken nicht, was für ein Geschenk sie damit täglich leben dürfen. Die Freude geht ihnen verloren, obwohl sie so viel mehr Grund dazu hätten. Wir sind ein Stück beschämt und erinnert worden daran. Aber nicht mit Vorwurf, eben nicht. Sondern wir durften mittendrin sein und ein reinigendes Bad im Bodensee und in den Sommerklängen der Lebensfreude nehmen.
Danke Matthias und allen anderen Mitwirkenden, allen Eltern und Helfern.
Wir werden dieses Konzert in unserem Herzen bewahren mit Wehmut und mit Freude.
Die oberen Fotos hat mir Herr Degen von der Freien Presse liebenswerter Weise zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.
Wolfram Liebing ging auf eine Zeitreise, begegnete seiner Herkunft in Trümmern und Menschen gemeinsam mit uns, den “Wolkensteiner Randerscheinungen” und einem Stargast, der sich als Wolframs ehemaliger Deutschlehrer und begnadeter Dichter entpuppte: Dieter Fritzsche.
Unser zahlreich erschienenes Publikum aus dem Floßmühler Umland, aus Chemnitz und aus dem Wolkensteiner Floßplatz hörte uns in Totenstille zu, brach in lautes Gelächter aus bei Dieter Fritzsches “Umkehr-Lyrik”. Bitterer Ernst wurde von ihm gnadenlos lächerlich gemacht in sehr gekonnten Reimen – eben ganz die “alte Schule”.
Der Musiker Berndt-Michael Rassenberg entführte in ferne Länder und Träume.
Claudia Amba Funk, neu dazugekommen bei den “Wolkensteiner Randerscheinungen”, stellte das Herz auf eine traurig-heitere Bühne, beleuchtete, was den Menschen treibt, und was das anrichten kann. Schickte alle ins Universum hinaus. Und tröstete doch zum Schluss mit “Absolut”.
Ben Albrecht begleitete musikalisch und trug ebenfalls eigene Texte vor. Seine kritische Gegenwartsbeobachtung und seinen kleinen biografischen Einblick entschärfte er mit einem Augenzwinkern.
Ein bunter Abend, der keinesfalls wirr, sondern in gegenseitig bereichernder Ergänzung auch mich selbst berührt hat. Mit allen Akteuren stand ich zum Verbeugen vor dem Publikum und dachte dabei, dass sich für mich ein alter Satz bewahrheitet: die Kinder sollen es einmal besser haben. Meine Vorfahren erlebten die Trümmer und räumten sie weg. Meine Generation räumt(e) die Trümmer im Kopf auf. Unsere Kinder können frei von allen inneren und äußeren Trümmern ihr Leben gestalten. Dazu muss man die richtigen Prioritäten setzen. Darauf verwies auch in abschließenden Worten Kathrin Ardelt, die Inhaberin der Flossmühle.
Und das Herz? Braucht vor allem eins: Frieden! Den müssen wir alle gemeinsam bewahren.