Gedanken im Kostüm
Applaus dem Kostüm
bis es beim Verbeugen
aus den Nähten platzt
(Motiv: H. Schmidt)
Dir auf der Spur
an wilden Hecken
mir das Kleid zerreißen
barfuß zurück
ließ mich vertreiben
heim will ich
und bleiben
Aus altem Holz wallt grüne Lust
und überschwemmt die graue Welt
die sich am Fluss den Spiegel hält
denn ihre Falten sind das Feld
Falsche Freundin heute
zieh` ich dich
ans Licht
Will nicht mehr
in deinen dunklen Wassern
wohnen in mein Haus
komm ich dich holen
zahle nie mehr Schweigegeld
an dich
Sei willkommen Makel
der zu mir gehört
will dich allen zeigen
und zur Tür begleiten
wen es stört
Durch die Straßen zieht
im neuen Kleid ein Kaiser
und zu seinen Füssen liegt
sein Volk und schreit sich heiser
Denn jeder darf sich
eigne Kaiserkleider kaufen
und auch umjubelt
durch die Straßen laufen
Es wird von früh bis spät
am Nichts genäht
Und alle frieren beim Stolzieren
Sonne
hat den Winter
bis auf das Hemd
entkleidet
steckt Schneeglöckchen
ihm an die Brust
und schreitet
mit seinem weißen Pelz davon
er leidet