Lesung „Nach 20 Jahren “ Resümee und Bilder

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„Ihr wart einzeln und gemeinsam großartig. Elia’s Einschätzung von einer Lehrstunde von ansprechender, interessanter Lyrik-Präsentation kann ich nur zustimmen“ schrieb mir Uta Liebing – so übernehme ich diese Worte, statt ein Eigenlob zu formulieren.

Eine Bühne
ist eine Bühne
ist eine Bühne

Diese Bretter erklimmend, durften wir in einen sehr offenen Raum wachsen. Und wir haben das Angebot alle angenommen in gegenseitiger Inspiriation und VerDichtung, getragen von einem aufmerksamen Publikum, das unsere Zeilen noch lange im Munde führte. Fahrendes Volk saß darunter, Akteure der Theatergruppe Spielbrett e.V. aus Dresden, die im Sommer mit einem Planwagen und Rädern durchs Land ziehen und an diesem Wochenende gerade in Olbernhau proben. Mit ihnen traten wir nach der Lesung in einen regen Austausch von Gedankenwelten. Die besondere Atmosphäre des Abends lag über allem. Und Elia lächelte, zufrieden, was richtig Gutes angestiftet zu haben.

Halt dich an deiner Liebe fest

WunderbunTd

Ein 5-7-5 für WunderbunTd, Rio Reiser und Franziskus

Der Künstler leidet
und operiert am wunden
Punkt auf der Bühne

Erreicht seine Botschaft
ihn selbst?

(Danke, dass Ihr auch für uns zwei allein gespielt hättet)

Eine Hör-Kostprobe, freundlich zur Verfügung gestellt von WunderbunTd:

 

 

 

Einladung zur Lesung

Die Wolkensteiner Randerscheinungen laden zu ihrer 5. Lesung ein.
Bitte auf die blaue Schrift klicken: Lesung_Randerscheinungen_08_11_2014

Es freuen sich auf ein gutgelauntes Publikum
Katrin Albrecht, Wolfram Liebing, Berndt-Michael Rassenberg und Ben Albrecht

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Don Camillo und Peppone – eine Premiere in Annaberg-Buchholz

Vor ziemlich langer Zeit bat mich meine Deutschlehrerin, zum Theater Annaberg Verbindung aufzunehmen. Mit der Klasse vom Fakultativunterricht in Deutsch wollten wir einmal eine Probe gemeinsam besuchen. Zusammen mit meinem Freund blieb ich dabei gewissermaßen im Theater hängen – junge Studenten waren da, die die Schneekönigin einstudierten, und wir beide kamen wieder und wieder als Zaungäste dazu. Die Schauspieler, die uns mittlerweile schon kannten, nahmen uns sogar mit zum Kaffee in ihre Kantine. Wir fieberten der ersten Aufführung entgegen – und waren so enttäuscht von der Atmosphäre im Saal. Viel zu kleine Kinder, in ganzen Gruppen als Zuschauer zwangsbeglückt, störten die Ruhe. Unser Team aber spielte gut, und wir hofften, dass ihnen dieser erste Auftritt unter schwierigen Bedingungen nicht den Mut nehmen würde, weiter zu machen.

Einem spontanen Entschluss folgend, besuchten wir heute nach viel zu langer Zeit wieder das Annaberger Theater. Wir liefen an gerade schließenden Geschäften vorbei – verkaufsoffener Sonntag – einer Premiere entgegen.

Don Camillo und Peppone – eine Komödie über das Leben.
Wir Menschen brauchen uns in Gemeinschaft und eine moralische Unterstützung als Rahmen, den man nicht erzwingen, einkaufen oder erkämpfen kann. Nicht die Kirche als Institution, aber das Mitgefühl in Person kam heute auf die Bühne.

Ab und zu muss jeder mal raus kommen aus seiner Nummer. Zu viele Kerzen werden einzeln angehimmelt, doch nur zusammen können sie die ganze Szene beleuchten – das war ein Wort zum Sonntag! Ich dachte an die Schneekönigin zurück – schien damals alles unbeschwert, mussten heute die Schauspieler mit uns erwachsen sein. Wir alle vermasselns regelmäßig. Stünden wir dazu, dann könnten wir wieder weiter spielen. Unterschiedliche Szenerien drückten das gekonnt aus. Und es war wieder laut im Saal – aber diesmal, weil das Publikum so lachte.

Eine sehr gelungene Premiere. Unglaublich sehenswert!