Kammwegpoetin

Ganz viele Fliegen wurden für mich mit einer (Film)klappe – na geschlagen klingt so negativ..

Es war mein großer Wunsch, auf unserem Kammweg barfuß Gedichte zu lesen, ich wußte nur nicht wie und wann. Und für 2014 stand auf meinem Wunschzettel vertonte Texte, doch die Ausrüstung dazu war leider nicht vorhanden. Aber das alles zusammen bereits im Februar Wirklichkeit sein würde, hat mich mehr als überrascht.

Das Team von erzgebirge.tv sprach mich an, weil ich mich am Literaturwettbewerb Kammweg beteilige. Darüber wollten sie gern etwas berichten – am Kammweg. Und Gedichte sollte ich dort lesen. Ich konnte es kaum glauben!

Die Dreharbeiten haben einen riesen Spaß gemacht, auch wenn meine Mutter für mich gefroren hat, wie sie sagt, denn sie war als Zuschauerin dabei, als ich mitten im Winter barfuß im Grünen Graben:

 

 

 

Wir sind das Reservat

dubistdiekunst

Freitagvormittag im Regionalzug. Zwei Männer steigen zu. Nehmen in meiner Nähe Platz und nutzen die gesamte Fahrt, um hemmungslos zu schimpfen. Das heißt, einer schimpft, der andere hört bestätigend zu. Schwerpunkt Regionalpolitik. Die meisten Sätze beginnen mit „wie schon gesagt“. Fast alle Themen enden mit einem kräftigen „Schwachsinn!“

„Die denken nicht mit!“ und „Jetzt haben wir das Elend!“ höre ich mir unwillig an. Doch dann ändert sich alles. Plötzlich wird mir klar, dass ich es hier mit einem echten Indianer zu tun habe, denn jetzt stellt er sich mit seinem Namen vor: „Wenn ich um fünf von der Arbeit komme, ist Tote Hose in Augustusburg.“ Mein Mitgefühl!